ingrid köhler


 
 
Pressestimmen

2005 Süddeutsche Zeitung München –Land, Rita Baedecker

„Flüchtige Eindrücke werden zu Gemälden“

Das großformatige Gemälde im ersten Raum ... hat viel zu erzählen, denn es könnte als eine Art Muster der Formensprache Ingrid Köhlers gelesen werden. Dick aufgetragene gelbe Striche teilen wie Morsezeichen horizontal die Leinwand, geben dem dahinter liegenden Farbwirbel Rhythmus und Struktur. Auch in dem rot und grau gefleckten Gemälde an der Längsseite des Raums scheint ein Prinzip, ein Rhythmus verborgen. Daneben Kompositionen in Blau und Grau spannungsreich wie geladenen Teilchen eines Gewitters, das gleich losbrechen wird.....Ihre stilistische Vielfalt reicht von der gegenständlichen Impression leuchtender Rapsfelder und abgeernteter Äcker bis zur abstrakten Farbstudie , in der sich die Gestaltungsprinzipien der Landschaften wiederholen.
Ingrid Köhler bevorzugt horizontal gegliederte, grafische Schichten und sie arbeitet gerne in Serien....wie beispielsweise eine Arbeit: Nacht, Einsamkeit, die Assoziation von Lastkähnen, Zügen und Gondeln. Wasser, das in Himmel übergeht.“ Die Farben des Himmels sind auch in der Landschaft, und die Landschaft spiegelt sich wiederum in den Farben des Himmels“, sagt Köhler. Die Schwierigkeit für den Maler: Beide Sphären lösen sich auf in Licht, einem Licht, das für sie die wichtigste und größte Herausforderung ist. „Rotes Leuchten“, „Licht auf Gelb“, „Licht durch Wolken“ nennt die Malerin ihre Bilder.
Ingrid Köhler, die an der Kunstakademie Malerei studiert hat, setzt Farbeindrücke, Rhythmen und Strukturen der Natur in Malerei um. „Es können auch bewegte und flüchtige Eindrücke aus der Erinnerung sein“, sagt sie. Diese Erinnerungsskizzen müssen einen Vergleich mit dem Originalmotiv nicht bestehen. Sie sind lediglich Impuls, Anregung, das Augeblicksmotiv weiter zu entwickeln. Sie dreht und wendet ein Bild, stellt es auf den Kopf, entdeckt , was durch die Veränderung der Perspektive geschieht. Pinsel, Spachtel, Fingerduktus, so Köhler, verselbständigten sich zu einer Komposition aus Schichten und Übermalungen. Seh- Konventionen werden in Frage gestellt.
Eine andere Gruppe von Bildern ist im dritten Raum der Galerie zu sehen....Hier ist endlich einmal zu besichtigen, wie fragil und berührend schön „konventionelle“ Blumenmotive sein können, wenn eine Könnerin am Werk ist. Rosen, so gegenwärtig, als seien sie gerade frisch erblüht, leuchten aus türkisblauem Grund. Die Blumenbilder hat sie draußen gemalt , in ihrem verwilderten Garten. Wer sich nicht satt sehen kann an den Farben, kann anhand der
Paletten, die über dem Schmiedeofen hängen, studieren, wie sie Farben mischt.“

1997 Augsburger Zeitung , Manfred Englhardt

„Farbe wie Düfte“
„In den großen Gewölben des Köpfhauses zu präsentieren, ist heikler als man zunächst annehmen möchte. Bilder müssen vom Raum Besitz ergreifen, wollen sie nicht „verhallen“. Jetzt hat Galeristin Marlene Metzger die leuchtenden Ölgemälde der Münchnerin Ingrid Köhler in das historische Gewölbe geholt und darin deren „Gärten der Farbe“ ,so der Titel, installiert.
Die u.a. bei Reipka und Butz in München ausgebildete Malerin versteht es, durch dynamische Farbpunktsetzung , durch Austarierung ihrer Wirkung ihre „Gärten der Farbe“ nicht nur gegenständlich zu interpretieren, sondern auch anders: als Feste der Farbe, des Malens selber.



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